
Fragen und Antworten zu Glasfaser
Eine zuverlässige Internetverbindung ist heute wichtiger denn je – ob fürs Homeoffice oder für die verstärkte Nutzung digitaler Angebote. Immer mehr Mieterinnen und Mieter arbeiten mobil oder nutzen verstärkt digitale Dienste.
Um zukunftsfähiges Wohnen aktiv zu fördern, stattet die Baugenossenschaft Freie Scholle eG ihre Wohnungen mit einem modernen Glasfaseranschluss aus. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Netzbetreiber. Mittelfristig sollen alle Wohnungen ohne zusätzliche Kosten für unsere Mieterinnen und Mieter an das leistungsstarke Glasfasernetz angeschlossen sein.
Im Folgenden finden Sie häufig gestellte Fragen und die passenden Antworten – kompakt und übersichtlich.
Allgemeine Informationen
Was ist ein Glasfasernetz?
Ein Glasfasernetz ist ein modernes Telekommunikationsnetz, das deutlich höhere Übertragungsraten bietet als herkömmliche Internetanschlüsse – ideal für die Anforderungen der heutigen digitalen Welt.
Was bedeutet ein Glasfaseranschluss?
Ein Glasfaseranschluss – auch FTTH (Fiber To The Home) genannt – bringt die Glasfaserleitung direkt bis in Ihre Wohnung. Das ermöglicht Highspeed-Internet, Ultra-HD-Fernsehen und Telefonie mit hervorragender Sprachqualität – alles über einen einzigen Anschluss. Download-Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 MBit/s und Uploads mit bis zu 100 MBit/s sind dadurch problemlos möglich.
Welche Vorteile bietet Glasfaser?
- Übertragung großer Datenmengen mit Lichtgeschwindigkeit
- Downloads bis zu 1.000 MBit/s, Uploads bis zu 100 MBit/s
- Stabile Verbindung für gleichzeitiges Surfen, Streaming in 8K, Gaming und Arbeiten im Homeoffice
- Bis zu 75 % Energieeinsparung gegenüber Kupfer- oder Kabelanschlüssen
- Reduzierter CO2-Ausstoß: Bis zu 50 % weniger Emissionen pro Streamingstunde
- Unempfindlich gegenüber Störungen, größere Übertragungsreichweiten ohne Qualitätsverlust
Besteht eine Gefahr durch Strahlung?
Nein. Glasfaser überträgt Daten ausschließlich mittels Licht – ohne schädliche Strahlung.
Was ist eine Home-ID?
Die Home-ID besteht aus sieben Zeichen (Buchstaben/Zahlen) und befindet sich auf der Glasfaser-Dose in Ihrer Wohnung. Sie wird für die Einrichtung und Registrierung benötigt. Ist sie noch nicht vergeben, dann besteht noch nicht die Möglichkeit ein Produkt zu buchen. Die Erfassung durch den Netzbetreiber steht in diesem Fall noch aus.
Zeitplan und Ablauf
Welche Wohnungen werden angeschlossen?
Die Freie Scholle beabsichtigt den gesamten Wohnungsbestand mit einem Glasfaseranschluss auszustatten.
Wer führt den Ausbau durch?
Je nach Ausbaugebiet arbeitet die Freie Scholle mit unterschiedlichen Partnerunternehmen zusammen, die als Netzbetreiber für den Glasfaserausbau verantwortlich sind.
Wann beginnt der Ausbau?
Der zuständige Netzbetreiber wird in den nächsten Jahren die notwendige Infrastruktur errichten. Der genaue Einbautermin wird Ihnen frühzeitig mitgeteilt. Bitte sehen Sie von Rückfragen zum genauen Zeitpunkt ab, da sich die Planungen laufend ändern können.
In Ihrer Wohnung
Wie erfolgt der Glasfaser-Einbau?
Der Hausanschluss wird im Keller oder Anschlussraum des Gebäudes installiert. Von dort wird die Leitung bis zu einem definierten Punkt innerhalb Ihrer Wohnung geführt – in Abstimmung zwischen der Baugenossenschaft und Netzbetreiber.
Wo werden die Kabel verlegt? Welche Bauarbeiten sind erforderlich?
Je nach Gegebenheiten erfolgt die Verlegung entweder unterirdisch ohne Aufgrabung oder durch einen kleinen Graben bis zum Haus. Bestehende Leerrohre können oft genutzt werden. Im Haus wird am Eintrittspunkt (meist im Keller) ein sogenannter Hausübergabepunkt (HÜP) installiert. Die weitere Verlegung bis in Ihre Wohnung erfolgt ebenfalls in Abstimmung mit der Freien Scholle.
Kann ich den Standort des Anschlusses in der Wohnung selbst wählen?
Nein. Die genaue Lage des Anschlusses ist von der Wegführung im Haus abhängig und wird durch die Techniker festgelegt – basierend auf der baulichen Struktur des Gebäudes.
Gibt es nur einen Anschluss in der Wohnung?
Ja. Der Glasfaseranschluss endet an einer Dose in Ihrer Wohnung. Von dort aus erfolgt die Verteilung über das WLAN Ihres Routers. Eine LAN-Verkabelung innerhalb der Wohnung wird nicht durch die Freie Scholle vorgenommen.
Wie stark beeinträchtigen die Arbeiten meine Wohnung?
Die Eingriffe sind geringfügig. Es müssen lediglich Leitungen gelegt und eine Abschlussdose installiert werden. Die Arbeiten sind in der Regel rasch abgeschlossen.
Endgeräte und Nutzung
Welche Geräte kann ich anschließen?
Sie benötigen ein Glasfaser-Modem und einen Router. Danach können Sie alle gängigen Endgeräte wie gewohnt nutzen.
Kann ich mein vorhandenes Telefon weiterverwenden?
Ja. Für Glasfaser werden keine speziellen Telefone benötigt.
Benötigt die Glasfaser-Dose Strom?
Nein. Nur das Modem und der Router benötigen Strom, nicht aber die Glasfaser-Dose selbst.
Kann ich meine Geräte selbst anschließen?
Ja. In der Regel liegt eine verständliche Anleitung bei, mit der Sie Router und weitere Geräte problemlos selbst installieren können. Ein Techniker ist hierfür nicht erforderlich.
Weitere Informationen
Bin ich verpflichtet, den Einbau zuzulassen?
Ja. Laut § 555b Nr. 4a BGB handelt es sich um eine Modernisierungsmaßnahme, die vom Mieter zu dulden ist. Ein Produktvertrag muss jedoch nicht abgeschlossen werden.
Ist Glasfaser wirklich so teuer?
Es besteht keine Verpflichtung, ein bestimmtes Produkt zu wählen. Durch die neue Infrastruktur stehen Ihnen Angebote verschiedener Anbieter zur Verfügung. Ein Preisvergleich liegt bei Ihnen.
Muss ich als Mieter für den Einbau zahlen?
Nein. Für den Einbau der Glasfaserdose entstehen Ihnen keine Kosten. Wenn Sie ein Glasfaserprodukt nutzen möchten, fällt allerdings ein entsprechender Vertrag an.
Welcher Anbieter liefert Internet, Telefon und TV über Glasfaser?
Sie können Angebote des Netzbetreibers oder anderer Anbieter nutzen. Der Netzbetreiber garantiert einen diskriminierungsfreien Zugang für alle Anbieter, wie es gesetzlich vorgeschrieben ist.
Bleibt mein aktueller Anschluss bestehen?
Ja. Der Glasfaseranschluss ist ein zusätzliches Angebot. Ihre bestehenden Verträge und Anschlüsse – etwa für TV, Telefon oder Internet – bleiben davon unberührt.