Beteiligung in der Freien Scholle

Eine Genossenschaft gehört ihren Mitgliedern. Deshalb hat jede Genossenschaft den Förderauftrag für ihre Mitglieder zu erfüllen. Damit dies zielgenau und effektiv geschieht, legt die Baugenossenschaft Freie Scholle großen Wert darauf, ihre Mitglieder über das Genossenschaftsgesetz und die Satzung hinaus an der Gestaltung des Wohnens zu beteiligen.

Um die Beteiligung auf eine möglichst breite Basis zu stellen, hat die Genossenschaftskonferenz ein Konzept für die Beteiligung in der Freien Scholle mit dem Ziel erarbeitet, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Beteiligung in der Freien Scholle nicht nur möglich, sondern für das Wohnen auch eine Bereicherung ist und möglichst viele Mitglieder und Bewohnerinnen und Bewohner für aktive Beteiligung zu begeistern.

Hierzu hat sie sich auf drei wesentliche Bausteine verständigt, die im Folgenden erläutert werden:

  •  die Öffnung des Siedlungsrates für Haussprecherinnen und Haussprecher,
  •  die Einrichtung von flexiblen Beteiligungsformen je nach Anlass und Betroffenheit für die Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung und
  •  die Etablierung eines Beteiligungsmanagers als Schnittstelle zwischen Mitgliedern und Verwaltung.

Wichtig für erfolgreiche Beteiligung sind Verbindlichkeit und Transparenz. Es muss jederzeit klar sein, wer welche Entscheidungsbefugnisse und Verantwortlichkeiten hat. Deshalb sind vor jedem Beteiligungsprozess der Handlungsrahmen und der Beteiligungsspielraum zu klären sowie die möglichen Entscheidungsspielräume seitens der Verwaltung vorzugeben.

Wir sind überzeugt, dass Beteiligung unter diesen Voraussetzungen eine große Chance für ein selbstbestimmtes Wohnen in der Freien Scholle ist.

Schaubild Beteiligung

  

Kurz erklärt: Beteiligung und genossenschaftliche Selbstverwaltung

Mitglieder

Der Freien Scholle gehören über 7.900 Mitglieder an. Gemeinschaftlich bestimmen sie, wie das Wohnen in ihrer Genossenschaft aussehen soll.

Hausversammlung

Die Bewohner eines Hauses bilden gemeinsam die Hausversammlung. Hier können sie alle Themen rund ums Wohnen in ihrem Haus erörtern. So legt sie beispielsweise den Hausreinigungsplan fest. Alle vier Jahre wählt die Hausgemeinschaft ihren Haussprecher. Er ist Ansprechpartner der Hausbewohner und vertritt die Interessen des Hauses im Siedlungsrat.

Siedlungsworkshop

Im Siedlungsworkshop haben die Bewohner die Möglichkeit, aktuelle Themen ihrer Siedlung zu bearbeiten. Zum Beispiel können sie gemeinsam Vorschläge für die Gestaltung einer Grünfläche entwickeln. Die Workshops sind einmalige Veranstaltungen, zu denen die vom Thema betroffenen Bewohner eingeladen werden.

Siedlungsarbeitsgruppe

Läuft ein Projekt über einen längeren Zeitraum, kann eine Siedlungsarbeitsgruppe diesen Prozess begleiten. Das kann zum Beispiel bei einem mehrjährigen Modernisierungsprogramm der Fall sein. Aber auch ein Siedlungsfest kann in einer solchen Arbeitsgruppe vorbereitet werden, wenn es eine längere Vorbereitung erfordert.

Siedlungsrat

Jede Siedlung wählt Vertreter. Sie vertreten die Interessen der Mitglieder in der Vertreterversammlung. Zusammen mit den Haussprechern der Siedlung bilden sie den Siedlungsrat. Hier berichtet der Vorstand der Freien Scholle immer zu Beginn eines jeden Jahres über die Planungen für die Siedlungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Instandhaltungs- und Modernisierungsplan. Alle vier Jahre wählt der Siedlungsrat außerdem einen Siedlungssprecher und dessen Stellvertreter. Beide sind für die Bewohner Ansprechpartner für Fragen zum Wohnen in der Siedlung.

Siedlungsgespräch

Über die regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Siedlungsrates hinaus kann sich ein Siedlungsrat zu informellen Siedlungsgesprächen treffen. Ja nach Thema kann er dazu auch andere Mitglieder und Bewohner der Siedlung einladen.

Beteiligungsmanager

Als hauptamtlicher Mitarbeiter stellt der Beteiligungsmanager sicher, dass die Bewohner der Freien Scholle sich an den Entscheidungsprozessen in der Genossenschaft beteiligen können. Die Anlässe sind genau so vielfältig wie das Wohnen in den elf Siedlungen: Ganz gleich, ob ein Spielplatz angelegt, ein Fahrradhaus gebaut oder Parkplätze eingerichtet werden sollen - ist die Meinung der Bewohner gefragt, sorgt der Beteiligungsmanager dafür, dass ihre Stimme gehört wird.

Vertreterversammlung

Oberstes Organ einer Genossenschaft ist die Vertreterversammlung. Im Namen aller Mitglieder entscheidet sie über die Geschäftspolitik der Freien Scholle.

Die Vertreterversammlung wählt den Aufsichtsrat, der wiederum den Vorstand der Genossenschaft bestellt. Beide berichten einmal jährlich der Vertreterversammlung über ihre Tätigkeit. Gemeinsam bestimmen Vertreterversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand die Geschäftspolitik der Freien Scholle.

Aufsichtsrat

Zusammen mit der Vertreterversammlung und dem Vorstand bestimmt der Aufsichtsrat die Geschäftspolitik der Freien Scholle. Er wird von der Vertreterversammlung gewählt. Aufgabe seiner neun Mitglieder ist es, den Vorstand in seiner Arbeit zu begleiten und zu beraten. Darüber hinaus steht jeder Siedlung ein Mitglied des Aufsichtsrates als fester Ansprechpartner zur Verfügung.

Vorstand

Der Vorstand führt die Geschäfte der Freien Scholle. Sein Mitglieder weden vom Aufsichtsrat für fünf Jahre bestellt. Einmal im Jahr berichten Vorstand und Aufsichtsrat gegenüber der Vertreterversammlung über ihre Arbeit für die Genossenschaft. Auf den jährlichen Sitzungen des Siedlungsrates erläutert der Vorstand außerdem seine Planungen für die jeweilige Siedlung.

Genossenschaftskonferenz und Mitglieder-AG

Alle Vertreter und die von den elf Siedlungsräten delegierten Haussprecher bilden die Genossenschaftskonferenz. Zusammen mit Aufsichtsrat und Vorstand legen sie hier die Grundzüge der Geschäftspolitik der Freien Scholle fest. Die Genossenschaftskonferenz findet in der Regel einmal im Jahr statt und wird von der Mitglieder-Arbeitsgruppe inhaltlich vorbereitet.

Aktuelles

Termine

Sparwoche

Für Mitglieder

Wohnen in einer Genossenschaft bietet mehr als nur ein Dach über dem Kopf.

mehr Services