Stadtumbau Allensteiner Straße geht in die nächste Runde

Freie Scholle plant weitere 54 Wohnungen in Stieghorst

Seit Mai 2010 läuft der Stadtumbau Allensteiner Straße. Nach und nach ersetzt die Freie Scholle in ihrer Stieghorster Siedlung die Bauten aus den 1960er Jahren durch barrierefreie Neubauten mit modernen Grundrissen. Inzwischen sind 145 Wohnungen fertiggestellt. Für weitere 54 Wohnungen soll in diesem Jahr der Baubeginn erfolgen.

Ausgangspunkt für den Stadtumbau war der Neubau Allensteiner Straße15 a und 17 a mit insgesamt 21 Wohnungen. Diese waren den Bewohnern aus der Siedlung vorbehalten, deren Häuser für den Abriss vorgesehen waren, um an selber Stelle den nächsten Neubau zu errichten. Da die Bewohner zusammen mit ihren Nachbarn in den Neubau umziehen konnten, blieben bestehende Nachbarschaften erhalten. Gleichzeitig konnte die Genossenschaft die Umstrukturierung der Siedlung weiter vorantreiben.

Zug um Zug entstanden auf diese Weise 145 Wohnungen. Sie sind im Niedrig-Energiestandard gebaut und zum weitaus größten Teil barrierefrei. Die Baukosten beliefen sich auf rund 22,5 Millionen Euro. Weitere rund 500.000 Euro fielen für die Gestaltung der Außenanlagen an. Dazu gehörten auch der Quartiersplatz, den die Freie Scholle im vergangenen Jahr zwischen den Häusern Stieghorster Straße 61 und Allensteiner Straße 1 fertigstellte, und der Bau der Erschließungsstraße.

In diesem Jahr plant die Genossenschaft den Baubeginn von weiteren 54 Wohnungen. So soll an der Insterburger Straße 12 der erste Spatenstich für die 26 Wohnungen des Wohnprojektes „Quartier Ost“ erfolgen (vgl. NW vom 19. April 2016). Außerdem will die Genossenschaft an der Goldaper Straße den Bau von 28 Wohnungen beginnen und die erforderlichen Parkplätze erstellen.

Unter dem Motto „Wo Nachbarn Gemeinschaft leben“ sind in der Siedlung Allensteiner Straße 26 barrierefreie Wohnungen sowie einen Gemeinschaftsraum geplant. Vorgesehen sind 15 Zweizimmerwohnungen mit einer Wohnfläche zwischen 47 und 75 qm sowie acht Dreizimmerwohnungen, die zwischen 67 und 82 qm groß sind.

Ausdrücklich für Familien werden außerdem zwei Vierzimmerwohnungen mit 82 qm und eine Wohnung mit vier bis fünf Zimmern und 97 qm Wohnfläche gebaut. Sechs Wohnungen baut die Freie Scholle mit öffentlichen Mitteln. Für ihren Bezug ist ein Wohnberechtigungsschein erforderlich. Die übrigen 20 Wohnungen sind freifinanziert. Zur Förderung des nachbarschaftlichen Miteinanders ist im Erdgeschoss ein Gemeinschaftraum geplant. Außerdem ist hier ein Gästezimmer vorgesehen.

Das gesamte Bauvorhaben wurde in enger Abstimmung den zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohnern vom Verein „Quartier Ost“ entwickelt. Sobald die Baugenehmigung vorliegt, kann der erste Spatenstich erfolgen. Zurzeit sind noch Wohnungen frei. Der Verein „Quartier Ost“, der für die Belegung der Wohnungen ein Vorschlagsrecht hat, steht für Rückfragen zum Projekt gerne zur Verfügung. Ansprechpartnerin ist Beate Bopp, Telefon 0521/62964 bzw. Beate.bopp@yahoo.de.

Unabhängig davon ist die Freie Scholle in die Planungen für den bestandsersetzenden Neubau an der Goldaper Straße 2 und 4 eingestiegen. Der Abbruch der alten Häuser ist bereits im Jahr 2016 erfolgt. Voraussichtlich ab Ende 2018 sollen an selber Stelle insgesamt 28 barrierefreie Zwei- und Dreizimmerwohnungen entstehen. Die Wohnungen werden ebenfalls im Niedrig-Energiestandard gebaut.

Um der Nachfrage nach Parkplätzen zu entsprechen ist darüber hinaus am Ende der Insterburger Straße der Bau einer Parkpalette geplant. Auch hierfür soll der Baubeginn in diesem Jahr erfolgen. Wie alle anderen Planungen auch, so hat die Freie Scholle im Rahmen von Beteiligung auch diese Bauvorhaben mit den betroffenen Bewohnern und dem Siedlungsrat abgestimmt.

Der Einstieg in den Stadtumbau erfolgte mit der symbolischen Grundsteinlegung im Mai 2010. Die Freie Scholle hatte sich dazu entschlossen, weil die Wohnungen aus den frühen 1960er Jahren den Ansprüchen an zeitgemäßes Wohnen nicht mehr gerecht wurden. So war es beispielsweise nicht möglich, die Wohnungen in den Obergeschossen nachträglich mit einem Aufzug zu erschließen. Dadurch waren diese Wohnungen aber nur noch schwer zu vermieten. Auch die Größen und Zuschnitte der Wohnungen waren mit 65 qm Wohnfläche für eine Dreizimmerwohnung nicht mehr zeitgemäß. Auf der anderen Seite verfügt die Siedlung aber u.a. mit ihrer Lage direkt am Stieghorster Park und dem Stadtbahnanschluss über eine sehr gute Infrastruktur, so dass eine Umstrukturierung der Siedlung durch bestandsersetzende Neubauten gerechtfertigt war.


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