Ein halbes Jahrhundert in Baumheide

Scholle-Siedlung Siebenbürger Straße feiert Jubiläum

Vor 50 Jahren konnten die ersten Mitglieder die gerade neu gebauten Wohnungen der Siedlung Siebenbürger Straße der Freien Scholle beziehen. Am Samstag, den 17. Mai 2014 feierten sie dieses Jubiläum mit einer Ehrung der langjährigen Bewohner. Insgesamt 41 Mitglieder freuten sich über die Glückwünsche von Oberbürgermeister Pit Clausen und dem Vorstandsvorsitzenden der Freien Scholle Kai Schwartz.

„Es gäbe die guten und stabilen Nachbarschaften nicht ohne die Menschen, die sie ausmachen. Die festen Anker wie hier in Baumheide sind vor allem diejenigen, die von Beginn an ihr Zuhause und ihren Lebensmittelpunkt in unserer Siedlung Siebenbürger Straße haben", betonte Schwartz in seiner Ansprache an die Besucher des Nachbarschaftsfestes. Seinen ganz besonderen Dank richtete er an die 41 Jubilare, die von Anfang an die Entwicklung nicht nur mitgetragen, sondern zum Teil höchst engagiert und leidenschaftlich mitgestaltet haben. Mit ihrer unverrückbaren Treue zu ihrer Siedlung seien sie ein Beweis dafür, dass es sich im Bielefelder Osten gut wohnen lässt.

Vor den Toren der Stadt und in der Architektur der damaligen Zeit mit Flachdach und Punkthäusern entstand in den Jahren 1964 bis 1966 und 1969 mit rund 500 Wohnungen die Scholle-Siedlung Siebenbürger Straße. Zwar bot sich hier durch großzügige Grünflächen zwischen den Häusern - eine Seltenheit zu dieser Zeit, denn Bauland war teuer - reichlich Raum zur Erholung. Auf der grünen Wiese erbaut, war allerdings eine Infrastruktur im Quartier zunächst nicht vorhanden. Eine direkte Anbindung an den Stadtkern Bielefelds gab es nicht. Die Linie 2 endete an der Karolinenstraße. Erst in der Mitte der 1970er Jahre entstanden Einkaufszentrum und eine Stadtbahnhaltestelle.

Durch die 1987 erfolgte Rückzahlung der öffentlichen Mittel verhinderte die Freie Scholle den weiteren Wegzug ihrer langjährigen Bewohner, denen das Wohnen hier durch die sogenannte Fehlbelegungsabgabe zu teuer geworden war. Zweifellos war dies ein Meilenstein für die Unabhängigkeit der Genossenschaft und die Zukunftsentwicklung ihrer Baumheider Siedlung.

Knapp zehn Jahre später verschaffte die Genossenschaft mit Hilfe der „Erweiterten Selbstverwaltung" ihren Mitgliedern die Möglichkeit selbstbestimmt das Wohnen auch in dieser Siedlung mitzugestalten. Die Vor-Ort-Betreuung und die 2007 eingerichtete Concierge runden das Angebot an wohnbegleitenden Dienstleistungen ebenso ab wie der Pflegestützpunkt des Kooperationspartners „Alt und Jung" sowie der Wohn- und Altenberatung der Freien Scholle. Darüber hinaus leisten beispielsweise die „Tagesgruppe" für Jugendliche zur Nachmittagsbetreuung der „von Bodelschwinghschen Stiftung Bethel" sowie die Betreute Wohngruppe der „Wohngemeinschaft e.V" für junge Menschen und junge Eltern wichtige Aufgaben in der Kinder- und Jugendarbeit.

Im Zuge des seit 2010 laufenden Modernisierungsprogrammes gelang es der Freien Scholle bis heute 15 Prozent des sich hier befindenden Wohnungsbestandes barrierearm und altengerecht zu gestalten.

„In den vergangenen fünf Jahrzehnten ist unsere Baumheider Siedlung kontinuierlich mit der Zeit gegangen, sie hat sich entwickelt und den Veränderungen gestellt und zwar stets im Sinne und mit Hilfe ihrer Bewohner", bedankte sich abschließend Kai Schwatz bei allen Beteiligten, bevor es dann zum gemütlichen Teil des gut besuchten Nachbarschaftsfestes bei Kinderbelustigung, reichlich Angeboten für das leibliche Wohl sowie Livemusik - bei endlich zurückgekehrtem Frühlingswetter - überging.


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