Abstimmen für den Stadtbahnbau

Bielefelder Wohnungswirtschaft appelliert an ihre Mieter und Mitglieder

Noch bis Sonntag, den 25. Mai können die Bielefelder Bürgerinnen und Bürger über den Ausbau des Stadtbahnnetzes abstimmen. Knapp eine Woche vor Ablauf der Frist macht sich die Bielefelder Wohnungswirtschaft noch einmal für das Projekt stark und wirbt bei ihren Mietern und Mitgliedern für ein „Ja!" zur Stadtbahn.

An dem Appell beteiligt sind BGW, Bielefelder Wohnungsverein, Freie Scholle, gbb Brackwede, Handwerksbau AG und LEG sowie der Mieterbund und der Verein „Haus und Grund". Sie gehören dem Aktionsbündnis „Ja! Zur Stadtbahn" an. Einige der Akteure haben in den vergangenen Tagen 20.000 Briefe an ihre Mieter und Mitglieder verschickt und in den unternehmenseigenen Mieterzeitungen, im Internet und in den sozialen Netzwerken für die Ziele des Bündnisses geworben.

Aus Sicht der Wohnungswirtschaft ist der Ausbau des Stadtbahnnetzes durch den Bau der Linie 5 von Sennestadt nach Heepen unverzichtbar, wenn es darum geht, die Stadt Bielefeld zukunftsfest zu machen. Folgende Gründe führen sie dafür an:

Für eine nachhaltige Quartiersentwicklung ist der Ausbau des Stadtbahnnetzes zwingend erforderlich. Ein Stadtbahnanschluss steigert die Attraktivität der Quartiere entscheidend, denn er rückt die Stadtteile näher an die Innenstadt heran. Das ermöglicht den Menschen aller Altersgruppen die Teilhabe an den umfassenden Angeboten der City - ganz gleich, ob Dienstleistungen oder Kultur und Unterhaltung. Deshalb steigert das Zukunftsprojekt „Linie 5" die Wohnzufriedenheit sowohl in der Stadt als auch in den Quartieren.

 

Der Ausbau des Stadtbahnnetzes trägt dem sich verändernden Mobilitätsverhalten Rechnung. Bereits heute ist für viele junge Menschen das Auto nicht mehr das Fortbewegungsmittel „Nummer eins". Vielmehr setzen sie sowohl aus Kostengründen als auch aufgrund eines ausgeprägten Umweltbewusstseins auf einen gut ausgebauten ÖPNV oder das umweltfreundliche Fahrrad. Auf diesen Wandel müssen Stadt und Wohnungswirtschaft reagieren.

Ein gut ausgebautes Stadtbahnnetz ist das Rückgrat des ÖPNV der Stadt. Wohnungssuchende legen auf einen auf kurzem Weg erreichbaren Stadtbahnanschluss großen Wert. Zudem zieht die Erweiterung der Universität einen enormen Wohnungsbedarf nach sich, den der Bielefelder Westen schon heute allein nicht schultern kann. Durch den Bau der Linie 5 werden die in Heepen, Brackwede, Senne und Sennestadt vorhandenen Wohnungsbestände für diese Zielgruppe erschlossen. Daher ist der Ausbau des Stadtbahnnetzes nicht nur ein Beitrag zur Steigerung der Wohnqualität, sondern auch ein wichtiger Baustein im Konzept für die „Universitätsstadt Bielefeld".

Der Stadtbahnausbau beantwortet die Fragen des demografischen Wandels. Auch die Bielefelder Gesellschaft wird in den kommenden Jahren zunehmend altern. Infolgedessen werden immer mehr ältere Menschen auf sichere, zuverlässige und barrierefreie bzw. behindertenfreundliche Verkehrsmittel angewiesen sein, wenn sie ihr Auto aus Altersgründen nicht mehr nutzen können. Eine zuverlässige Stadtbahnverbindung zwischen den Stadtbezirken und der City sichert ihre Mobilität und steigert ihre Unabhängigkeit. Das ist ein Beitrag zu mehr Lebensqualität im Alter.

Der Bau der Linie 5 trägt nachhaltig zum Klimaschutz bei. Auch unter ökologischen Gesichtspunkten ist das Zukunftsprojekt zu unterstützen. So entlastet ein gut funktionierendes Stadtbahnnetz die Innenstadt vom Autoverkehr. Darüber hinaus kann eine Stadtbahn dreißig und mehr Autos ersetzen und drei Mal so viele Menschen befördern wie ein Bus. Dadurch lässt sich der C02-Ausstoß in der Stadt deutlich reduzieren und wichtige ökologische Ressourcen schonen.

 

Aus Sicht der Wohnungswirtschaft sind dies Gründe genug, um jetzt die Chance zu ergreifen, die eine weitere Stadtbahnlinie für die Entwicklung der Infrastruktur Bielefelds bietet. Dabei ist der Zeitpunkt günstig, da die dafür notwendigen Fördermittel gegenwärtig bereit stehen. Heute zu handeln, heißt, die Stadt für morgen ein weiteres Stück lebenswerter zu machen. Deshalb appelliert die Wohnungswirtschaft an ihre Mieter und Mitglieder: „Beteiligen Sie sich an der Bürgerabstimmung und sagen Sie ‚Ja' zur Stadtbahn."


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