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Vertreterkonferenz sorgt für mehr Transparenz und Klarheit: Reform der Selbstverwaltung beschlossen
Mehr Klarheit, mehr Transparenz, mehr Rechte für die Mitglieder – das garantiert die überarbeitete Fassung der Erweiterten Selbstverwaltung der Freien Scholle.
Die Weichen dafür stellte die Vertreterkonferenz am 14. und 15. November in Haus Neuland. Nachdem die 104 teilnehmenden Vertreter und Bezirkssprecher der elf Siedlungsräte die Beschlussvorlage des Mitglieder-Workshops ausführlich diskutiert hatten, beschlossen sie die Neufassung einstimmig.
Zu Beginn der Veranstaltung hatte der Vorstandsvorsitzende der Freien Scholle Bernhard Koppmann die Eckpunkte für die Selbstverwaltung in der Freien Scholle festgelegt. Er betonte: „Die Erweiterte Selbstverwaltung ist ein Angebot an unsere Mitglieder, ihr Wohnen in der Freien Scholle gemeinsam selbst zu gestalten.“ Hierfür formuliere die Erweiterte Selbstverwaltung die Regeln. Eine Verpflichtung zur Beteiligung bestehe zwar nicht, aber die große Chance, in der Gemeinschaft selbstbestimmt zu wohnen.
Allerdings könne die Erweiterte Selbstverwaltung nicht die Aufgaben der gesetzlichen Selbstverwaltungsorgane Vertreterversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand übernehmen. Angelegenheiten, für die die Mitglieder selbst Verantwortung übernehmen können, sollten jedoch auch von ihnen selbst entschieden werden.
Grundlage dafür sei Verbindlichkeit, stellte Koppmann klar. So seien sowohl die Mitglieder, die ehrenamtlich in der Erweiterten Selbstverwaltung mitarbeiten, als auch die Mitarbeiter in der Verwaltung an die getroffenen Vereinbarungen gebunden.
Des Weiteren könne die Erweiterte Selbstverwaltung nur funktionieren, wenn die Beteiligten bereit seien, Verantwortung zu übernehmen – für die anderen Bewohner, zu deren Interessenvertretung man gewählt worden sei, aber auch für die übernommene Aufgabe. Schließlich müsse die Selbstverwaltung für alle Beteiligten leistbar bleiben und dürfe weder bei den Ehrenamtlichen noch bei den Hauptamtlichen zu Überforderung führen.
Die Beschlussvorlage des Mitglieder-Workshops diskutierten die Konferenzteilnehmer anschließend in vier Arbeitsgruppen. Insgesamt erarbeiteten 43 Änderungsvorschläge. Nach der Einzelabstimmung über diese Vorschläge beschloss die Vertreterkonferenz die neue Erweiterte Selbstverwaltung der Freien Scholle einstimmig.