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Freie Scholle setzt auf eigene Kraft: "Genossenschaftliche Selbsthilfe wird wichtiger denn je"
Dank der Selbsthilfeleistung ihrer Mitglieder konnte die Freie Scholle in der Vergangenheit manche schwierige Situation erfolgreich meistern. Angesichts der Bankenkrise
Dank der Selbsthilfeleistung ihrer Mitglieder konnte die Freie Scholle in der Vergangenheit manche schwierige Situation erfolgreich meistern. Angesichts der Bankenkrise und deren Folgen für die deutsche Wirtschaft ist Selbsthilfe aktueller denn je.
„Trotz der gegenwärtigen Wirtschaftskrise steigen die Anforderungen unserer Mitglieder und auch des Wohnungsmarktes weiter an“, stellt der Vorstandsvorsitzende der Freien Scholle Bernhard Koppmann fest. Mit ihrem Konzept des Lebensgerechten Wohnens sieht er die Freie Scholle jedoch gut für die Zukunft gerüstet.
Voraussetzung sei aber, dass die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Genossenschaft mit den steigenden Anforderungen Schritt halten. „Jede einzelne Maßnahme, die wir durchführen, muss auch solide finanziert sein“, betont der Vorstandsvorsitzende. Die genossenschaftliche Selbsthilfe der Mitglieder sei hierbei unverzichtbar.
„Klar ist, dass unsere Mitglieder als Kunden einen Anspruch auf gutes Wohnen zu einem angemessenen Preis haben“, betont er außerdem. „Klar ist aber auch, dass unsere Mitglieder als Gemeinschaftseigentümer ihrer Genossenschaft auch ihren Teil dazu beitragen müssen, um das Wohnen in der Freien Scholle wirtschaftlich abzusichern.“
Für die Zukunftsentwicklung von großer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Spareinrichtung der Freien Scholle. Koppmann: „Unsere Sparer tragen mit ihren Spareinlagen dazu bei, den finanziellen Spielraum der Freien Scholle für die Bautätigkeit zu erhöhen.“
„Parallel dazu werden wir unsere Nutzungsgebühren an die aktuelle Marktentwicklung anpassen müssen“, so Koppmann weiter. Um die zusätzlichen Ausgaben im Bereich von Instandhaltung, Modernisierung und bestandsersetzendem Neubau zu bewältigen, sei dies unumgänglich.
Für das kommende Jahr sei deshalb eine Erhöhung der Nutzungsgebühren zwar nicht zu vermeiden. Allerdings bleibe es dabei, dass die durchschnittliche Nutzungsgebühr den Mittelwert des Bielefelder Mietspiegels wie bisher nicht überschreitet, betonte er.
Insgesamt ist der Vorstandsvorsitzende der Freien Scholle überzeugt, dass die genossenschaftliche Selbsthilfe in der Freien Scholle nach wie vor in Takt ist. Das sei eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Genossenschaft die aktuelle Wirtschaftskrise möglichst unbeschadet überstehen könne.