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17.10.2011

Engagement, das sich auszahlt

Mitarbeit in der Selbstverwaltung

Mitarbeit in der genossenschaftlichen Selbstverwaltung zahlt sich in jedem Fall aus", sagt Kai Schwartz vom Vorstand der Freien Scholle, „denn sie bietet den Mitgliedern die Möglichkeit, das Wohnen im Haus und in der Nachbarschaft ganz konkret gemeinsam zu gestalten kann." Damit unterscheide sich das Wohnen in der Genossenschaft ganz entscheidend von anderen Wohnformen.

So bezieht die Freie Scholle ihre Mitglieder in die Planung von Neubauvorhaben mit ein, und auch die Modernisierungs- und Instandhaltungsplanungen oder auch eine Wohnumfeldgestaltung stimmt sie grundsätzlich mit ihren Mitgliedern ab. Darüber hinaus sucht sie gemeinsam mit ihnen nach Antworten auf die Frage, wie sich ein Siedlungsgebiet in Zukunft entwickeln soll. Auf dem Langen Kampe hat sie hierzu beispielsweise in der „Zukunfstwerkstatt Wohnen" die „gestaltBAR" eingerichtet.

„Alles in allem steht ein umfangreiches Instrumentarium zur Verfügung, mit dem unsere Mitglieder das Wohnen in der Freien Scholle so weiterentwickeln können, dass sie sich hier wohl fühlen", erklärt Schwartz. Die Grundlage der Selbstverwaltung in der Freien Scholle bieten Haus- und Bezirksversammlungen sowie Siedlungsrat. Hier entscheiden die Mitglieder gemeinsam, wie sie wohnen wollen.

Aber auch die Geschäftspolitik der Freien Scholle gestalten die Mitglieder in der Vertreterversammlung – dem Parlament der Freien Scholle – maßgeblich mit. Darüber hinaus führt die Genossenschaft mit ihren Siedlungsräten regelmäßig Genossenschaftskonferenzen durch, in denen die Eckpunkte für die GEschäftspoltiik festgelegt werden.

Grenzenlos könne die Selbstverwaltung allerdings nicht sein, betont Schwartz. Vielmehr kann die Entscheidungsgewalt der Mitglieder nur soweit reichen, wie sie selbst dafür auch die Verantwortung übernehmen. Angelegenheiten, für die allein der Vorstand haftet, könne auch nur dieser entscheiden. Darüber hinaus sei zu beachten, dass die Entscheidungen der Mitglieder stets auch im Einklang mit der genossenschaftlichen Solidargemeinschaft stehen müssen. Entscheidungen zu Lasten anderer Mitglieder sind nicht hinzunehmen.

„Sicherlich wissen wir, dass viele Mitglieder sich nicht in der Selbstverwaltung einbringen wollen", räumt Schwartz ein. Das sei nicht anders als in der Politik. Gleichzeitig sei aber zu beobachten, dass Menschen sich dann in die Diskussionen einbringen, wenn sie sich betroffen fühlen. „Und genau dafür ist die Erweiterte Selbstverwaltung der Freien Scholle die richtige Plattform", ist Schwartz überzeugt.



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