Die Scholle-Nachrichten im Überblick
Eine Idee hat sich durchgesetzt: ''Freie Scholle hat Goldgräberarbeit geleistet''
Am Freitag, den 26. September 2008 feierte die Freie Scholle zwanzig Jahre Altenarbeit.
Am Freitag, den 26. September 2008 feierte die Freie Scholle zwanzig Jahre Altenarbeit. Bei einem Tag der offenen Tür konnten Scholle-Mitglieder, Kooperationspartner und geladene Gäste aus Politik und Verwaltung einen Blick hinter die Kulissen der Wohn- und Altenberatung werfen.
"Als wir 1989 mit dem Aufbau einer eigenen Altenberatung- und –betreuung begonnen haben, war das innerhalb der bundesdeutschen Wohnungswirtschaft durchaus einzigartig“, erinnerte sich der Vorstandsvorsitzende der Freien Scholle Bernhard Koppmann in seiner Begrüßung an die Anfange der Altenarbeit in der Genossenschaft. „Heute sind wohnbegleitende Dienstleistungen dagegen nahezu ein Muss.“
„Zu der erfolgreich geleisteten Pionierarbeit“ übermittelte die Behindertenbeauftragte des Landes NRW Angelika Gemkow die Glückwünsche der Landesregierung. „Die Freie Scholle hat frühzeitig geguckt, was die Bewohner wollen und welche Bedürfnisse sie haben“, so Gemkow. „Diese Arbeit trägt dazu bei, dass wir in Bielefeld auf die Einrichtung neuer Pflegeplätze verzichten können.“
Der Vorsitzende des Sozialausschusses des NRW-Landtages Günter Garbrecht betonte: „Die Freie Scholle ist Trendsetter, denn vernetzte Modelle, wie sie die Freie Scholle aufgebaut hat, gehören heute zum Standard – in der Sozialpolitik, der Pflegepolitik und in der Wohnungsbaupolitik.“ Damit habe die Freie Scholle dazu beigetragen, dass Bielefeld an erster Stelle steht, wenn es um die Versorgung älterer Menschen geht.“
Mit ihrer Altenarbeit wollte die Freie Scholle 1988 die Voraussetzung dafür schaffen, dass ihre Mitglieder und deren Angehörige auch im Alter, bei Krankheit oder Pflegebedürftigkeit in ihrer vertrauten Wohnung bleiben können.
Seitdem haben sich die Anforderungen an das Wohnen und insbesondere an das Wohnen im Alter kontinuierlich gewandelt. „Deshalb kommt es darauf an, die Altenarbeit ständig an die neuen Anforderungen an das Wohnen in Alter anzupassen“, berichtet Scholle-Vorstand Koppmann. Heute könne die „Wohn- und Altenberatung“ umfassenden Service für sicheres Wohnen im Alter bieten. Nicht zuletzt deshalb sehe er die Genossenschaft auch für die Bewältigung des demografischen Wandels sehr gut gerüstet.
Zum Aufgabenspektrum der Sozialarbeiter der „Wohn- und Altenberatung“ gehören unter anderem
- Ermittlung des Pflegebedarfs,
- Koordination der Pflegedienste,
- Vermittlung von Serviceleistungen,
- Beratung bei der alten- und pflegegerechten
Wohnraumgestaltung und -anpassung,
- Unterstützung bei Behördenangelegenheiten,
- Hilfen bei der Krankenhausentlassung.
Wichtig sind außerdem nachbarschaftliche Netzwerke. „Gute Nachbarschaften sind ein Schlüssel zur Bewältigung des gesellschaftlichen Wandels. Deshalb legen wir großen Wert darauf, dass man in der Freien Scholle auch im Alter nicht alleine wohnt und lebt“, erklärt Koppmann. Zur Konzeption der Altenarbeit habe daher von Beginn an auch die Pflege und Förderung der Nachbarschaften gehört. Dementsprechend sei der Kaffeetreff in der Apfelstraße 63 der erste in der Freien Scholle gewesen.
Beim Tag der offenen Tür konnten die Besucher einen Blick hinter die Kulissen der Wohn- und Altenberatung werfen. Dort berichteten die Sozialarbeiter über ihre Arbeit und standen für Fragen zum Wohnen im Alter zur Verfügung. Darüber hinaus nutzten Gäste aus Politik und Verwaltung sowie die Mitarbeiter der Kooperationspartner die Gelegenheit zu ausführlichen Fachgesprächen. Einigkeit bestand darin, dass die Wohn- und Altenberatung im Wohnalltag der Freien Scholle nicht mehr wegzudenken ist.